Vortrag: Künstliche Gelenke für Hüfte und Knie

Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen

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Datum/Zeit
Di, 19. September
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Krankenhaus Vilshofen - Zentrale Dienste


Vortrag: Künstliche Gelenke für Hüfte und Knie – Wann, Wie, Was
Referent: Chefarzt Dr. med. Hans-Otto Rieger

Schmerzen in Hüfte oder Knie

Die Altersentwicklung in Deutschland mit einer erfreulichen Steigerung der Lebenserwartung hat dazu geführt, dass der Gelenkverschleiß unter anderem von Hüft- und Kniegelenk eine immer größer werdende Bedeutung gewinnt. So leiden etwa zehn Millionen Deutsche an Arthrose. Die Betroffenen haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bis sie sich zu einer OP entschließen. Sind Knochen und Knorpel zu stark angegriffen, ist in zahlreichen Fällen ein künstlicher Ersatz, eine sogenannte Endoprothese, notwendig.

Die Endoprothetik hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Besonders patientenschonende Operationstechniken ermöglichen heute einen maximalen Knochenerhalt bei kleinsten, minimal-invasiven Zugangswegen. Dadurch wird eine optimale Schonung von Muskeln und Sehnen ermöglicht. Für die Patienten bedeutet dies weniger Schmerzen und kürzere Ausfallzeiten. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes wieder schneller auf den Beinen.

Chefarzt Dr. Hans-Otto Rieger informiert

Dr. Hans-Otto Rieger, Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin, informiert über die verschiedenen Möglichkeiten des Gelenkersatzes. Der Vortrag findet am Dienstag, 19. September, um 18 Uhr am Krankenhaus Vilshofen im Besprechungsraum Inn/Donau (UG), Gebäude Zentrale Dienste, Roseggerstraße 1 statt. Im Anschluss an die Veranstaltung steht Dr. Rieger für Fragen zur Verfügung.

Der Vortrag ist kostenfrei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Moderne Endoprothetik drei Fragen an Dr. Rieger

Wann ist der Ersatz durch eine Endoprothese angeraten?
Dr. Rieger: „Der entscheidende Grund, der letztendlich zum Gelenkersatz führt, ist in meinen Augen eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bei radiologisch nachgewiesener Arthrose. Deutliche Zeichen, dass man tätig werden sollte, sind Einschränkungen der Gelenksbeweglichkeit, die sich z.B. durch Physiotherapie nicht mehr ausgleichen lassen, wie Streckdefizite im Bereich des Kniegelenkes oder Beugedefizite im Bereich der Hüfte, sodass die Patienten nicht mehr selbst ihre Socken anziehen können. Ein ganz wichtiger Faktor bei der Entscheidung zur Operation ist aber auch der Ruheschmerz, der den Patienten den Schlaf raubt.“

Wie schwerwiegend ist so eine Operation?
Dr. Rieger: „Der künstliche Gelenkersatz ist einer der häufigsten Eingriffe in unserem Krankengut. Durch die Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum konnten wir nachweisen, dass die gesamten Abläufe – von der vorstationären Indikationsstellung bis zur Entlassung in die ambulante oder stationäre Reha – durchstrukturiert sind. Dazu zählt natürlich auch der operative Eingriff. Da sich die durchschnittlichen Operationszeiten zwischen 60 und 90 Minuten bewegen und minimal-invasive Zugänge eine schonende Operationstechnik ermöglichen, zählt der Gelenkersatz an Knie und Hüfte heutzutage nicht mehr zu den großen, belastenden Eingriffen.“

Wie lange dauert die Reha?
Dr. Rieger: „In der Regel ist eine Reha-Dauer von drei Wochen anzusetzen. Da die Patienten erst aus der stationären Behandlung entlassen werden, wenn sie auf Stationsebene mobil sind und Treppen steigen können, ist eine Verlängerung der Reha über diese Zeit hinaus selten nötig.“

Der Vortrag findet in Kooperation mit der vhs Passau statt.

Anmeldung

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