Zertifikate

DIN ISO 9001

Der objektive Nachweis eines qualitätsbewussten Handelns gewinnt für alle Einrichtungen des Gesundheitswesens zunehmend an Bedeutung. Gerade in Zeiten der konsequenten Budgetierung, Limitierung und Verschärfung des Wettbewerbs sind geregelte und flüssige Routineprozesse, ein aufmerksamer und freundlicher Patientenumgang sowie eine hohe Qualität der diagnostischen und therapeutischen Dienstleistungen mit geringsten Fehlerquoten von hoher Bedeutung.

Die DIN EN ISO 9001-Zertifizierung eines Krankenhauses weist ein implementiertes und funktionierendes Qualitätsmanagementsystem nach. Die ISO 9001-Zertifizierung ist national und international bekannt. Sie belegt ein systematisches und strukturiertes Vorgehen innerhalb des Krankenhauses mit Wertschätzung der Patienten und den Kooperationspartnern.

 

Great Place to Work

Die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen gehören deutschlandweit zu den besten 30 Arbeitgebern. Ausgezeichnet wurden sie 2013 vom Great Place to Work® Institute Deutschland. An dem Wettbewerb haben insgesamt 159 Einrichtungen aus dem Bereich Gesundheit teilgenommen. Von den 30 prämierten Unternehmen waren 11 Kliniken und 19 Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie ambulante Dienste.

Der Auszeichnung war eine ausführliche Befragung der Mitarbeiter vorausgegangen, in der zentrale Arbeitsplatzthemen wie Führung, Zusammenarbeit, berufliche Entwicklung, Vergütung und Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz im Vordergrund standen. Außerdem wurde die Qualität der Maßnahmen und Programme der Personalarbeit des Unternehmens beurteilt. Zentrale Bewertungskriterien waren Glaubwürdigkeit, Respekt und Fairness des Managements, Stolz der Mitarbeiter auf die eigenen Leistungen und die Einrichtung insgesamt sowie der Teamgeist. Dieses Ergebnis erfüllt natürlich auch die Geschäftsführung mit Stolz.

Über Great Place to Work
Das Great Place to Work® Institut prämiert seit 2006 jährlich die Gesundheitsunternehmen Deutschlands, in denen Mitarbeiter zufrieden, aktiv und ambitioniert arbeiten können. Partner der bundesweiten Untersuchung zur Arbeitsplatzkultur im Gesundheitswesen und des Wettbewerbs „Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen“ sind das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

 

EMAS (Gütesiegel der Europäischen Union)

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.

 

OHRIS

Die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen bieten ihren Beschäftigten eine sichere Arbeitsumgebung. Dies wurde durch das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Niederbayern mit der Vergabe des OHRIS-Zertifikates für das Arbeitsschutzmanagement des Unternehmens bestätigt.

Arbeitsschutzmanagementsysteme sind in Deutschland, in Europa und weltweit zu einem zentralen Thema im Arbeitsschutz geworden. Die Erkenntnis, dass solche Systeme ein nachhaltig wirkendes Instrument zur Prävention und zur deutlichen Verbesserung des Arbeitsschutzes darstellen und damit dem Wohle der Beschäftigten dienen, hat sich allgemein durchgesetzt.

OHRIS ist das Arbeitsschutzmanagementsystem der Bayerischen Staatsregierung für mehr Gesundheit bei der Arbeit und Sicherheit technischer Anlagen. Entwickelt wurde es in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um den Arbeitsschutz in den Betrieben zu verbessern und wirtschaftlicher zu gestalten. Ein Grundgedanke von OHRIS ist, dass die Mitarbeiter in erheblichem Maß den Erfolg eines Unternehmens mit bestimmen.

Am wirkungsvollsten werden der Arbeitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten mit einem Managementsystem nachhaltig in die Strukturen und Abläufe eines Unternehmens eingebunden. Die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen haben dies erkannt und deshalb ihr Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2008 mit OHRIS verknüpft. Damit sollen Störungen im Betriebsablauf, die beispielsweise durch Unfälle, arbeitsbedingte Erkrankungen und Schadensfälle entstehen, vermieden werden und damit das Betriebsergebnis verbessert werden. Darüber hinaus verbessert OHRIS auch die Rechtssicherheit des Arbeitgebers hinsichtlich seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten.

 

GABEGS

Das Ganzheitliche betriebliche Gesundheitsmanagementsystem (GABEGS) wurde von der Bayerischen Staatsregierung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den arbeitsmedizinischen Lehrstühlen in Bayern entwickelt, um die Gesundheit der Beschäftigten in Unternehmen nachhaltig zu schützen und weiter zu fördern. In diesem Sinne stellt es eine Ergänzung und Unterstützung des herkömmlichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes dar und leitet an, wie in systematisierter Form alle Aktivitäten zu Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung aufeinander bezogen und zielgerichtet im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses weiter entwickelt werden können.

 

endoCert

Die Krankenhäuser Vilshofen und Rotthalmünster sind seit Herbst 2015 als „Endoprothetikzentrum Passau Land“ zertifiziert. Damit erfüllen die Abteilungen für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin beider Standorte die Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Diese stellen eine qualitativ hochwertige Durchführung der Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken sicher. Durch eine unabhängige Prüfung werden sämtliche Abläufe in der Klinik vom Erstkontakt mit dem Patienten bis zur Reha-Organisation und Nachbehandlung sowie die Patientensicherheit und das optimale Operationsergebnis bewertet.

 

DIOcert

Das Krankenhaus Vilshofen hat von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie die DIOcert-Bescheinigung als Lokales Traumazentrum erhalten. Damit erfüllt es bei der Behandlung von Schwer- und Schwerstverletzten die Anforderungen des Deutschen Traumanetzwerkes. Angestrebt wird dabei eine verbesserte Vernetzung der Unfallchirurgien in Ostbayern.

Ein besonders geschultes interdisziplinäres Traumateam führt die Erstuntersuchungen durch und entscheidet nach Dringlichkeit, welche Fachdisziplin die Behandlung federführend übernimmt.

Die Zertifizierung erhält ein Haus nur, wenn es die reibungslosen Abläufe rund um die Uhr gewährleisten kann. Dr. Hans-Otto Rieger: „Die Erreichbarkeit und Vernetzung muss zu 100 Prozent funktionieren. Man darf keine Zeit verlieren, denn Zeit ist Leben. Die Mannschaft muss sofort bereit stehen. In kürzester Zeit muss die Primärdiagnostik durchgeführt werden.“ Innerhalb weniger Minuten wird der Patient vom Scheitel bis zum Becken gescannt, um Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule, Brustraum, Lunge und weiteren Organen zu erkennen oder auszuschließen. Als lokales Traumazentrum ist das Krankenhaus Vilshofen zudem mit den anderen Kliniken so verbunden, dass durch den Austausch eine ständige Qualitätskontrolle und Therapieverbesserungen gegeben sind.

 

DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“

Die Abteilung Allgemein- und Visceralchirurgie/Proktologie des Krankenhauses Vilshofen hat für die Behandlung von Hernien das DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) erhalten. Das Siegel wird an Kliniken, Abteilungen und niedergelassene Chirurgen verliehen, die in besonderem Maße Qualitätssicherung bei der Therapie von Bauchwandbrüchen betreiben. Voraussetzung für die Verleihung des DHG-Siegels „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ ist die Mitgliedschaft in der Deutschen Herniengesellschaft sowie die Teilnahme an der Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ für ein nationales Hernienregister.

Hernien gehören in Deutschland zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Pro Jahr werden am Krankenhaus Vilshofen mehr als 250 Leisten-, Narben- und Nabelbrüche operiert.

 

Green Hospital Bayern

Die Auszeichnung „Green Hospital Bayern“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz an Krankenhäuser verliehen, die in medizinischer sowie in ökologischer Hinsicht Maßstäbe setzen und den Gedanken der Nachhaltigkeit auf vorbildliche Weise umsetzen. Am Krankenhaus Vilshofen wird der Green Hospital Bayern Ansatz vorbildlich in zahlreichen Bereichen des Krankenhausbetriebs berücksichtigt. Zu den Highlights zählen das Blockheizkraftwerk, die Photovoltaikanlage sowie die neuartige Kälteanlage mit magnetisch gelagerten Kältemaschinen. Zudem verfügt das Krankenhaus Vilshofen bereits seit 2002 über ein zertifiziertes Umweltmanagement (EMAS).

 

Klinik – Arbeitsplatz mit Zukunft

Die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen wurden 2013 als einer von drei Gewinnern des Wettbewerbs „Klinik – Arbeitsplatz mit Zukunft“ vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ausgezeichnet. Der Wettbewerb prämiert innovative Projekte und Konzepte zur Personalgewinnung sowie arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen. Die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen haben mit Ihrem Maßnahmenkatalog überzeugt, der auf den folgenden drei Säulen steht: bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Hilfen wie Bügelservice, Fortbildungen während der Elternzeit, Förderung der Teilzeitarbeit, , Unterstützung bei der Tagesmuttersuche; Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeiter durch eine Projektgruppe, Workshops zur gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung, Seminare und Gesundheitszirkel; Schaffung arbeitnehmerfreundlicher Arbeitsbedingungen durch Sozialfonds, kostengünstiges Mittagssalatbuffet sowie Feedbackmöglichkeiten für Mitarbeiter. Besonders angetan war die Jury zudem vom Mentorenprogramm für junge Ärzte. Diese bekommen in den ersten sechs Monaten einen erfahrenen Mitarbeiter zur Seite gestellt.