Anlaufstelle für Schulterbeschwerden

Landkreis Passau GesundheitseinrichtungenAllgemein, News, Startseite VOF

Chefarzt Dr. Rieger und Oberarzt Dr. Milkiewicz_Schulterchirurgie

In der Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Krankenhaus Vilshofen werden alle Verletzungen und Erkrankungen der Schulter behandelt.

Spezialisten der Schulterchirurgie am Krankenhaus Vilshofen: Chefarzt Dr. med. Hans-Otto Rieger (l.) und Oberarzt Dr. med. Dietmar Milkiewicz.

Spezialisten der Schulterchirurgie am Krankenhaus Vilshofen: Chefarzt Dr. Rieger (l.) und Oberarzt Dr. Milkiewicz.

Schulterbeschwerden zählen neben Rücken-und Nackenschmerzen zu den häufigsten Schmerzen der Deutschen. Bis zu vier Millionen Patienten werden jährlich an der Schulter, dem beweglichsten Gelenk im menschlichen Körper, behandelt. Die Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Krankenhaus Vilshofen ist auf die Behandlung von Schultererkrankungen, egal ob durch einen Unfall oder Abnutzung verursacht, spezialisiert.

Die Ursachen für akute und chronische Beschwerden des Schultergelenks sind vielfältig: Sie reichen von zu schwachen Muskeln über Fehlstellungen und Verschleiß bis zur falschen Körperhaltung. Unfälle sind jedoch der häufigste Auslöser der Beschwerden. Therapien von akuten Verletzungen und degenerativen Erkrankungen des Schultergelenks stellen seit vielen Jahren einen Schwerpunkt der Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Krankenhaus Vilshofen dar. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Hans-Otto Rieger bietet die Abteilung das gesamte Spektrum der Behandlung von unfallchirurgisch-orthopädischen Krankheitsbildern der Schulter an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf unfallbedingten Verletzungen. Meist erfolgen die Operationen in arthroskopischer Technik.

Arthroskopie – Was ist das?

Die Arthroskopie (von griechisch “arthros” = Gelenk und “skopein” = schauen) ist eine Gelenkspiegelung. Hierfür werden nur drei bis vier kleine Hautschnitte gemacht. Dadurch ermöglicht sie viele Schulteroperationen auf schonende Weise durchzuführen und erlaubt die gleichzeitige Diagnose und Therapie der Beschwerden. Sie hat sich in den vergangenen Jahren zu einer ausgereiften Methode in der Schulterchirurgie entwickelt. Mit der minimalinvasiven Operationstechnik können zahlreiche Schäden im Schultergelenk behoben werden. Für den Patienten ist die Operation “durchs Schlüsselloch” weniger belastend und die Rehabilitationszeit deutlich kürzer.

Bei der Arthroskopie führt der Chirurg die Kamera an der Spitze eines Endoskops durch einen kleinen Schnitt in das Schultergelenk ein. Die Kamera liefert ihm die Bilder direkt auf einen Fernsehbildschirm. Der Arzt erhält damit die Möglichkeit einer direkten Bildgebung und einer umfassenden dynamischen Beurteilung des Schultergelenks, wie sie mit einer Kernspin- oder Computertomografie oder einer Ultraschalluntersuchung oft nicht möglich ist. Damit können die diagnostizierten Schäden im gleichen Arbeitsgang sofort behandelt werden. Zur Behandlung müssen zusätzlich zur Kamera weitere Instrumente ins Schultergelenk eingeführt werden. Am Bildschirm kann der Chirurg dann seine Arbeitsschritte kontrollieren, ohne das Gelenk freizulegen.

Schulterchirurgie: Häufige Eingriffe

Schulterschmerzen zählen zu den drei häufigsten Beschwerden der Deutschen. (Foto: srisakorn/fotolia.com)

Schulterschmerzen zählen zu den drei häufigsten Beschwerden der Deutschen. (Foto: srisakorn/fotolia.com)

Zu den häufigsten Eingriffen zählt die Behandlung des sogenannten Impingementsyndroms, auch als Schulterengpass-Syndrom bekannt. Dabei werden schmerzhafte Verengungen unter dem Schulterdach beseitigt. Auch Kalkherde in der Schulter, die zu schmerzenden Entzündungen führen können, werden heute fast ausschließlich mit der minimal-invasiven Operationsmethode entfernt. Verschleißerscheinungen am äußeren Schlüsselbeinende können ebenfalls möglichst schonend behandelt werden. Dabei wird der verschlissene Knochenteil abgefräst, sodass der Patient das Schultergelenk wieder schmerzfrei bewegen kann. Selbst größere Risse in der Rotatorenmanschette (Sehnenplatte) können arthroskopisch versorgt werden. Die Schulterinstabilität, früher eine große Operation, wird heute ganz und gar arthroskopisch behandelt, wobei die Kapsel mit Nahtankern und Fäden wieder an die Schulterpfanne angenäht wird.

Beim Auskugeln des Gelenks (Luxation) geht es darum, eine bleibende Instabilität des Gelenks zu vermeiden. Da das Schultergelenk junger Patienten nach einer unfallbedingten Luxation fast immer instabil wird, d.h. dass es erneut auskugelt, rät der Arzt bei Patienten unter 20 Jahren viel eher zu einer operativen Versorgung. Bei älteren Patienten kann in aller Regel ein konservatives, d.h. nicht operatives, Verfahren angewendet werden. Falls beim Auskugeln des Oberarmkopfs die Gelenkpfanne gebrochen ist oder die Sehnen reißen, müssen solche Defekte auch operativ versorgt werden. Es erfolgt eine arthroskopische Befestigung der abgerissenen Gelenklippe mit Knochenankern und Fäden.

In der Frakturbehandlung, d.h. bei einem Knochenbruch, ist der Oberarmkopf am häufigsten betroffen und muss bei Bedarf auch durch eine Oberarmkopfprothese ersetzt werden. Für Arbeitsunfälle der Schulter hat die Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Krankenhaus Vilshofen die Zulassung für die Behandlung seitens der Berufsgenossenschaften. Die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten und umliegenden Krankenhäusern des Traumanetzwerks Ostbayern sichert eine erfolgreiche Rundum-Versorgung aller Patienten.

Zur Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin