Schonende Prostata-Laser-OP

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Thulium-Laser-OP der Prostata Krankenhaus Rotthalmünster

Krankenhaus Rotthalmünster bietet als erste Klinik im Landkreis Passau modernste Behandlungsmethode bei Prostatavergrößerung an.

Häufiger Harndrang, Nachtröpfeln und das Gefühl, dass die Blase nie ganz leer wird: Typische Symptome bei einer gutartig vergrößerten Prostata. Bessert eine medikamentöse Therapie die Beschwerden nicht, muss in vielen Fällen operiert werden. Die urologische Hauptfachabteilung am Krankenhaus Rotthalmünster bietet ein schonendes Verfahren ohne offenen Schnitt an: Die Thulium-Laser-Enukleation der Prostata (kurz: ThuLEP). Die ThuLEP gehört zu den modernsten minimal-invasiven Operationsverfahren auf diesem Gebiet und erfolgt transurethral, d.h. über die Harnröhre. Prinzipiell kann der Eingriff bei allen Männern durchgeführt werden, die aufgrund einer Prostatavergrößerung Probleme mit dem Wasserlassen haben und eine Operation benötigen.

Ablauf der Laser-OP

  • Dr. Nikola Zebic, Chefarzt der Urologie am Krankenhaus Rotthalmünster, sieht am Monitor genau, wo er den Laserstrahl einsetzen muss.

  • Bei der Enukleation mit dem Thulium-Laser wird in der Regel die vergrößerte Prostatainnendrüse, die auf Blase und Harnröhre drückt und für die Beschwerden beim Wasserlassen verantwortlich ist, komplett entfernt. Über ein Endoskop in der Harnröhre werden die drei Prostatalappen mit dem Laser von der Prostatakapsel ausgelöst. Die so entstandenen Gewebestücke sind zu groß, um sie komplett entfernen zu können, daher werden sie in der Harnblase zunächst zerkleinert (morcelliert) und dann abgesaugt. Anschließend wird das ganze entfernte Gewebe für die feingewebliche Untersuchung aufbewahrt. Nach der Operation wird der Harnweg für kurze Zeit mithilfe eines transurethralen Ballonkatheters geschient und über diesen Katheter die Harnblase gespült. Die Entfernung des Katheters erfolgt meist nach zwei bis drei Tagen.

Besonders schonend

Im Normalfall werden die für die Erektion benötigten Nerven, die außen auf der Prostatakapsel entlanglaufen sowie der direkt unterhalb der Prostata sitzende Schließmuskel bei der ThuLEP nicht berührt. Dafür sorgen die optimalen Sichtverhältnisse während der Operation und die geringe Eindringtiefe des Laserstrahls. Da die optimierte Lichtstrahlung vom Zellwasser im Gewebe sehr stark absorbiert wird, beträgt die Eindringtiefe nur 0,5 mm. So werden zufällige Laserschäden, wie beispielsweise an der hinteren Blasenwand, verhindert.

Vergleich zu anderen OPs

Die Laser-Operation orientiert sich an der früher häufig offen durchgeführten Adenomenukleation. Hierzu wird ein Schnitt im Unterbauch gemacht und die Blase eröffnet, um die vergrößerten Anteile der Prostata zu entfernen. Der Blutverlust bei der minimal-invasiven ThuLEP ist im Vergleich zu der klassischen Adenomenukleation meist zu vernachlässigen. Am Monitor sieht man jedes kleinste Blutgefäß. Auftretende Blutungen können sofort mit dem Laser gestillt werden. Das heißt, dass mit der schonenden Lasertechnik auch Patienten operiert werden können, die auf Blutverdünner angewiesen sind. Dies war bei einer offenen Operation aufgrund der Risiken bisher zu gefährlich.

Die Vorteile der Laser-OP

Die wichtigsten Vorteile des Thulium-Lasers auf einen Blick:

  • Rascher Rückgang der Symptome
  • Schnelle Erholung und damit Wiederherstellung der Lebensqualität
  • Durchführbarkeit nahezu unabhängig von der Prostatagröße (im Gegensatz zur anderen Eingriffen)
  • Kürzerer Krankenhausaufenthalt (ca. 2 bis 3 Tage; bei der offenen Adenomenukleation ca. 2 Wochen)
  • Minimal-invasiv und damit schonend
  • Postoperativ zumeist nahezu bis komplett schmerzfreie Operation (im Gegensatz zur offenen Variante)
  • Geringerer bis vernachlässigbarer Blutverlust
  • Erhalt von Schließmuskel (Kontinenz) und Erektionsfähigkeit (Potenz)
  • Blutverdünnende Medikamente (wie ASS 100) müssen vor dem Eingriff nicht abgesetzt werden
  • Vollständige Gewebeuntersuchung möglich
  • Alternative zur lebenslangen Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Prostatavergrößerung und ihrer Folge

Eine vergrößerte Prostata drückt auf Harnröhre und Blase. (Foto: designua/fotolia.com)

(Foto: designua/fotolia.com)

Fazit

Die minimal-invasive Thulium-Laser-Enukleation ist eine technisch hoch anspruchsvolle Operation. In den Händen eines erfahrenen Chirurgen ist es ein sehr sicherer und hocheffizienter Eingriff mit multiplen Vorteilen für Patienten, die an einer behandlungsbedürftigen Prostatavergrößerung leiden. Dr. Nikola Zebic, Chefarzt der Urologie-Hauptfachabteilung am Krankenhaus Rotthalmünster hat bereits über 300 solcher Eingriffe an seinem vorherigen Arbeitsplatz, einer Klinik der Maximalversorgung in Oberfranken, durchgeführt. Damit ist er einer von wenigen Urologen deutschlandweit, der die moderne Thulium-Laser-OP beherrscht.