Verabschiedung und Ehrung

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Im Beisein zahlreicher Ehrengäste ehrte Landrat Meyer (zweite Reihe, 3.v.l.) die seit 25 Jahren aktiven Verwaltungsräte (erste Reihe v.l.): Heinz Rottmann, Dr. Franz Dietz und Josef Nikl. Rechts neben dem Landrat: Herbert.-M. Pichler. Sein Nachfolger: Klaus Seitzinger (l.).

Vergangene Woche haben die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen offiziell ihren langjährigen Geschäftsführer Herbert-M. Pichler verabschiedet und vier Verwaltungsratsmitglieder geehrt, die seit der Gründung des Unternehmens vor 25 Jahren mit dabei sind.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste ehrte Landrat Meyer (2. Reihe 3.v.l.) die seit 25 Jahren aktiven Verwaltungsräte (sitzend v.l.) Heinz Rottmann, Dr. Franz Dietz und Josef Nikl. Rechts neben dem Landrat: Herbert-M. Pichler. Sein Nachfolger (l.): Klaus Seitzinger.

Mit solch einer Entwicklung hätte keiner gerechnet

Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Franz Meyer erinnerte an das Jahr 1994, in dem die Reform der Kreiskrankenhäuser im Landkreis Passau stattfand: Die seinerzeit fünf Kreiskrankenhäuser wurden von einem öffentlich-rechtlichen Betrieb in die private Landkreis Passau Krankenhaus GmbH überführt. Landrat Meyer dankte seinem Vorgänger, Altlandrat Hanns Dorfner, der diese “gewaltige Aufgabe mutig und beherzt anging und die viel politische Gestaltungskraft und Standhaftigkeit abverlangte”. Rückblickend betrachtet sei es die richtige Entscheidung gewesen, von der wir heute alle profitieren. Denn: “Wie gut sich die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen mal entwickeln würden, hat bei der Gründung keiner geahnt”, so Landrat Meyer.

Die Beschäftigten sind das Kapital des Unternehmens.Landrat Franz Meyer, VR-Vorsitzender
In den letzten 25 Jahren ist die Zahl der stationären Patienten von 18.100 in fünf Krankenhäusern auf fast 24.000 in nur drei Klinken gestiegen. Ein Plus von knapp 32 Prozent. Zu den 24.000 stationären Patienten kommen noch einmal knapp 39.000 ambulante Fälle hinzu, was ca. 63.000 Fälle insgesamt in 2018 bedeutet. Auch ist die Zahl der Mitarbeiter von 669 im Jahr 1994 auf heute 837 gestiegen. Großen Dank sprach Landrat Meyer in diesem Zusammenhang allen Beschäftigten der Landkreiskliniken aus: “Sie sind das Kapital des Unternehmens.” Er ging dabei auch auf die Schließung der beiden Krankenhäuser Fürstenzell und Hutthurm 1996 ein: “Diese Entscheidung war sehr schmerzlich, jedoch zum Erhalt der restlichen drei Kliniken unumgänglich.”

Basis für den langfristigen Erfolg

Landrat Meyer erinnerte an die Pionier- und Aufbauarbeit der damaligen Geschäftsführer Werner Geiger und Alois Greil, die seinerzeit die politischen Vorgaben umgesetzt haben und die Basis für den langfristigen Erfolg legten. Einen besonderen Dank sprach Landrat Meyer auch den seit der ersten Stunde immer noch aktiven Verwaltungsräten Heinz Rottmann, Josef Nikl, Dr. Franz Dietz und Dr. Hartmann Beck aus, die “seit der Geburtsstunde des Unternehmens die Geschicke der Gesundheitseinrichtungen mit prägten und lenkten”.

Schweren Herzens und nur ungern lassen wir Herbert-M. Pichler ziehen.Landrat Meyer
Neben den Geschäftsführern der ersten Stunde hob der Landrat auch besonders die Leistungen von Herbert-M. Pichler hervor. Dieser reduzierte zum 31.12.2018 seine Aufgaben und trat aus dem Unternehmen aus. Neun Jahre lang war er als Geschäftsführer der Landkreiskliniken tätig und bereits zuvor viele Jahre in beratender Funktion.

Mit seinem Eintritt 2010 begann für die Landkreiskliniken eine beispiellose Wachstumsphase, die bis heute anhält. In Pichlers Amtszeit stieg die Zahl der Betten von damals 400 auf heute 504, eine Vielzahl neuer medizinischer Fachabteilungen wurde implementiert sowie Gebäude und Einrichtungen neu gebaut, saniert oder modernisiert. “Alleine die größten Projekte kommen auf mehr als 40 Millionen Euro Investitionskosten. Profitiert haben die Landkreiskliniken immer von seinem großartigen Netzwerk und seinen Sitzen in zahlreichen überregionalen Gremien”, so Landrat Meyer und ergänzt: “Schweren Herzens und nur ungern lassen wir Herbert-M. Pichler ziehen, denn er hat die Segel in Richtung Zukunft gesetzt, war immer wieder Impulsgeber und ist zu einem großen Teil dafür verantwortlich, dass die Landkreisbürger heute auf eine erstklassige Medizin vertrauen können”.

Der “Alt-Geschäftsführer” zieht Bilanz

Die Gesundheitseinrichtungen bieten medizinisch ein Top-Angebot, der Umsatz von knapp 100 Millionen Euro jährlich beweist die medizinische Schlagkraft.Herbert-M. Pichler
“Im Benchmark mit den anderen 70 bayerischen Landkreiskliniken gehören unsere Gesundheitseinrichtungen zu den TOP 10,” betont Herbert-M. Pichler. Der ausgeschiedene Geschäftsführer dankte dem Verwaltungsrat, mit dem man regelmäßig “über den Zaun” geschaut habe und auch kontrovers diskutieren konnte. Er bedankte sich auch besonders bei seinem ehemaligen Kollegen Werner Geiger: “Da nichts so kurzlebig ist wie die Medizin, mussten wir schon immer schnell laufen. In den letzten Jahren mussten wir aber noch schneller laufen.” Herbert M. Pichler ist sich sicher, dass das Unternehmen, in einer Zeit, die für Kliniken nicht einfach sei, mit dem aktuellen Führungsduo Josef Mader und Klaus Seitzinger sowie der restlichen Führungsmannschaft jedem Unwetter trotzen könne. “Die Gesundheitseinrichtungen bieten medizinisch ein Top-Angebot, der Umsatz von knapp 100 Millionen Euro jährlich beweist die medizinische Schlagkraft”, so Herbert-M. Pichler weiter.

Sein Nachfolger Diakon Klaus Seitzinger, der beruflich im Gesundheitswesen aufgewachsen ist und von seinem Vorgänger rekrutiert wurde, dankte dem Verwaltungsrat, der fraktionsübergreifend zu den Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen stehe: “Ich bin dankbar und stolz auf die jeweiligen Voten des Verwaltungsrats zum Wohle der flächendeckenden medizinischen Versorgung.”