Interdisziplinäre Fachfortbildung der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen überzeugt mit hoher medizinischer Qualität und Praxisnähe

Notfalltag-Organisator Prof. Dr. med. Timo Seyfried (2.v.l.) und ärztlicher Direktor Dr. med. Andreas Weißmann (3.v.l.) mit einem Teil der Mitwirkenden (v.l.): Referent Prof. Dr. med. Daniel Popp (Universitätsklinikum Regensburg) sowie die Workshopleiter Dr. med. Daniel Lohr (Aberlandklinik Zwiesel), Oberarzt Dr. medic Zsolt Katona und Facharzt Wael Sarrah (Krankenhaus Vilshofen).
Nach mehrjähriger Pause ist der Vilshofener Notfalltag erfolgreich zurückgekehrt: Zum 15. Mal fand die etablierte Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, Rettungsdienste sowie Fachpflegekräfte in den Zentralen Diensten der Landkreis Passau Kliniken statt. Die Resonanz war sehr groß. Die 100 verfügbaren Plätze waren bereits im Vorfeld nach kurzer Zeit vollständig ausgebucht.
Dr. Seyfried, der erst kürzlich zum außerordentlichen Professor ernannt wurde, engagiert sich seit vielen Jahren in der klinischen Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Anästhesie und Intensivmedizin.Kliniken-Geschäftsführer Josef MaderEröffnet wurde die notfallmedizinische Fortbildung durch Hausherr Josef Mader, der sich über das enorme Interesse und die starke Beteiligung freute. Der Kliniken-Geschäftsführer dankte allen Referenten und Workshopleitern für ihre Mitwirkung und insbesondere dem Organisator, Anästhesie-Chefarzt Prof. Dr. med. Timo Seyfried. Dank seines ausgezeichneten Netzwerks konnte Prof. Dr. Seyfried namhafte Spezialisten aus der Region und darüber hinaus als Vortragende für die Fortbildung gewinnen.
-
Landrat Raimund Kneidinger unterstrich die zentrale Bedeutung einer leistungsfähigen Notfallversorgung für die Region. “Gerade in einem großen Flächenlandkreis wie dem Landkreis Passau sei es entscheidend, dass Hilfe schnell vor Ort ist und die Bevölkerung sich jederzeit gut versorgt fühlt”, machte der Landrat deutlich.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Rettungsdiensten und Notärzten sei dabei ein wesentlicher Baustein für Sicherheit und Vertrauen.
-
Auch Prof. Dr. Seyfrieds Chefarzt-Kollege Dr. med. Andreas Weißmann, ärztlicher Direktor der Landkreiskliniken Vilshofen und Rotthalmünster, betonte die Wichtigkeit kontinuierlicher Fortbildung in der Notfallmedizin. Kaum ein medizinisches Fachgebiet sei so breit gefächert und gleichzeitig so dynamisch in seiner Entwicklung. “Regelmäßige Schulungen sind daher unerlässlich, um mit den aktuellen Leitlinien Schritt zu halten und auch seltene, aber kritische Situationen sicher bewältigen zu können”, so Dr. Weißmann.

Mit Nachtsichtgerät und Spezialbeleuchtung: Notfallmediziner Dr. med. Daniel Schoch (r.), ehemaliger Bundeswehrarzt, demonstrierte die taktische Patientenversorgung unter erschwerten Bedingungen.

Unfallchirurgischer Facharzt Wael Sarrah leitete die Teilnehmenden bei der operativen Frakturversorgung an – auch mit Einsatz eines Knochenbohrers.
Aktuelle Themen und hoher Praxisbezug
Gerade die Verbindung von fundierter Theorie zusammen mit praktischer Anwendung trägt zur Qualität der Veranstaltung und dem Mehrwert für die Teilnehmer bei.Organisator Prof. Dr. Timo SeyfriedDer Notfalltag bot den Teilnehmenden ein vielseitiges und praxisnahes Programm. Am Vormittag standen Fachvorträge zu aktuellen Entwicklungen in der Notfallmedizin im Mittelpunkt. Behandelt wurden unter anderem hochspezialisierte intensivmedizinische Verfahren, Notfälle bei Kindern, Palliativmedizin im Rettungsdienst, die Telenotfallmedizin, die neue Polytrauma-Leitlinie sowie die besonders herausfordernde taktische Medizin. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden ihr Wissen in praxisorientierten Workshops weiter vertiefen.
Mit der erfolgreichen Neuauflage nach der pandemiebedingten Pause hat der Vilshofener Notfalltag eindrucksvoll gezeigt, wie groß der Bedarf an qualifizierter, praxisnaher Fortbildung in der Notfallmedizin ist. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv, besonders der hohe Praxisbezug wurde mehrfach gelobt. Die Verantwortlichen sind sich einig: Solche Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Patientenversorgung vor Ort.

