Zwei neue Psychotherapeutinnen im MVZ Vilshofen tätig – Nachfolge des Fachbereichs ist gesichert
Nach mehreren Jahren in der vorwiegend stationären Psychotherapie wechselten Diplom–Psychologin Maria Hochreiter und Dr. phil. Romana Stöckl im Januar in die ambulante psychotherapeutische Versorgung ans Landkreis Passau MVZ am Standort Vilshofen. Da Diplom-Psychologin Monika Stelter dort bisher alleine für den Fachbereich zuständig war, übernehmen die neuen Psychotherapeutinnen aktuell noch die Patienten von der Warteliste.

MVZ-Prokurist Florian Pletz (v.l.) begrüßt die beiden neuen Psychologischen Psychotherapeutinnen Dr. Romana Stöckl (31) und Maria Hochreiter (37) im Landkreis Passau MVZ am Standort Vilshofen.
Im Grunde helfen wir den Patienten, ihre Probleme im Alltag zu bewältigen, um wieder ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.Dr. Romana Stöckl
Der fachliche Schwerpunkt von Dipl.-Psych. Maria Hochreiter und Dr. Romana Stöckl liegt in der Verhaltenstherapie für Erwachsene. Laut Romana Stöckl, die zuletzt am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München tätig war, zielt diese spezielle Form der Psychotherapie darauf ab, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Verhaltenstherapie sei eine sehr praktische Therapieform, wie ihre Kollegin Maria Hochreiter ergänzt: “Wir reden nicht nur, sondern erarbeiten gemeinsam mit den Patienten eine Art Werkzeugkiste mit individuell angepassten Strategien und Übungen, die konkrete Impulse für neue Verhaltens- und Denkweisen geben.”
Da sich der Therapieplan nach den individuell festgelegten Zielen richtet, können alle psychischen Störungsbilder und Diagnosen behandelt werden. Dazu zählen beispielsweise Depressionen, Angst– oder Zwangserkrankungen, Traumafolgestörungen, Schlaf- oder Essstörungen. Einzige Ausnahme stellen Suchterkrankungen dar. “Alkohol- oder Drogenabhängigkeit sind Ausschlusskriterien für die ambulante Therapie und müssen im stationären Bereich behandelt werden”, so Maria Hochreiter, die vor ihrem Wechsel ans MVZ Vilshofen auf der Langzeittherapiestation im Maßregelvollzug am Bezirksklinikum Regensburg beschäftigt war.
In der ambulanten Therapie werden neben Methoden der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie auch neuere Ansätze herangezogen, wie zum Beispiel die sogenannte Akzeptanz- und Commitment-Therapie, die Menschen dabei unterstützt, sich aus Verstrickungen mit unangenehmen Gedanken und Gefühlen zu lösen und sein Leben anhand der eigenen Werte auszurichten oder die Schematherapie, die mit emotionsaktivierenden Elementen darauf abzielt, tiefgreifende negative Lebensmuster zu erkennen und zu transformieren.
“Sowohl Frau Hochreiter als auch Frau Dr. Stöckl haben eine exzellente Ausbildung genossen und in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn wertvolle Erfahrungen gesammelt”, so MVZ-Prokurist Florian Pletz. Darum seien beide Therapeutinnen ein Gewinn für die MVZ gGmbH und würden einen wichtigen Beitrag zur psychotherapeutischen Versorgung im Landkreis Passau leisten.
Psychotherapeutische Sprechstunde
Die Sprechstunde am MVZ Vilshofen ist für alle Kassen- sowie Privatversicherte offen. “Nach einem unverbindlichen Erstgespräch, finden weitere vier probatorische Kennenlern-Sitzungen statt”, informiert Dr. Romana Stöckl. Erst danach werde gemeinsam entschieden, ob eine Therapie im MVZ erfolgen soll und ein entsprechender Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden kann.