Klinikpersonal trotz schwieriger Rahmenbedingungen sehr zufrieden

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Erste Mitarbeiterbefragung der Landkreiskliniken seit Corona überraschend positiv – nur wenig Handlungsbedarf aufgedeckt

Kliniken-Geschäftsführer Josef Mader (r.) und die stellvertretende Personalleitung Tanja Faber sind überaus erfreut über das positive Ergebnis der Mitarbeiterbefragung, erkennen aber auch ihre Hausaufgaben.

Die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen beauftragen strukturiert alle drei Jahre eine externe Firma, um die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden zu erfassen sowie Ansatzpunkte für mögliche Optimierungen zu gewinnen. Aufgrund der Pandemie liegt die letzte Befragung ausnahmsweise fünf Jahre zurück. Seitdem hat sich viel verändert: Corona, zunehmender Fachkräftemangel, Mehrbelastung des Personals, schwierige finanzielle und politische Lage. “Entgegen unserer Erwartung hat sich all dies jedoch nur minimal auf die Grundstimmung unserer Beschäftigten ausgewirkt”, freut sich Kliniken-Geschäftsführer Josef Mader.

Fakten zur Mitarbeiterbefragung

Wir wollten nach den sehr herausfordernden letzten Jahren alle Mitarbeiter hören und haben uns daher für eine Vollbefragung entschieden.Tanja Faber, stv. Personalleitung und Beauftragte für das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM)
Im September 2023 konnten erstmals alle Mitarbeiter, nicht nur eine zufällige ausgewählte Stichprobe an Beschäftigten, einen Fragebogen in Papierform oder online ausfüllen. An der anonymen Befragung teilgenommen haben knapp 40 Prozent (= 515 Beschäftigte). Abgefragt wurden 13 Themenkreise, unter anderem das Arbeitsumfeld, der Dienstplan, die Personalentwicklung, die Zusammenarbeit im Team sowie zwischen den Berufsgruppen, die Patientenorientierung und Gesamtzufriedenheit.

“Da wir für die Befragung zum wiederholten Male die externe Unternehmensberatungsfirma ZEQ beauftragt haben, die in diesem Bereich mit vielen deutschen Kliniken zusammenarbeitet, können wir unsere Befragungsergebnisse mit dem Durchschnitt der anderen befragten Häuser vergleichen”, so die stellvertretende Personalleitung Tanja Faber, die nachfolgend auf die wesentlichen Ergebnisse eingeht. 

Sehr positiv aufgefallen sind: 

  • Der Dienstplan und die Arbeitszeiten, die im innerbetrieblichen Vergleich zur Befragung 2018 viel besser bewertet wurden und insgesamt dem Mittelwert der ZEQ-Kliniken entsprechen.

    Wesentlich besser abgeschnitten hat auch die Bewertung der direkten Führungskraft der eigenen Abteilung. Hier liegt der Wert der Landkreiskliniken sogar über dem ZEQ-Durchschnitt. 

    Auch alle Fragen zum Arbeitsumfeld, wie die räumliche Atmosphäre, Vermeidung von Gefahren oder Bereitstellung benötigter Hilfsmittel, lagen über dem Schnitt der ZEQ-Kliniken.

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement: Eine enorm positive innerbetriebliche Steigerung war bei der Frage zur “Unterstützung des Arbeitgebers bezüglich körperlicher Beanspruchung” zu verzeichnen, deren Note auch wesentlich über dem ZEQ-Durchschnitt liegt. Das bedeutet, dass das Unternehmen verhältnismäßig viel unternimmt, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten bzw. zu fördern. Dazu zählen z.B. die Möglichkeit der Gleitzeit in verschiedenen Arbeitsbereichen, Teilzeit in allen Varianten, die Berücksichtigung von Wünschen bei der Schicht- bzw. Wechselschichtdienstplanung, Yogakurse, Fort- und Weiterbildungsangebote auch während der Elternzeit oder die Möglichkeit zum Fahrradleasing.

Bereiche mit Verbesserungspotenzial

Neben diesen positiven Ergebnissen offenbarten sich auch einige kleinere Baustellen an den einzelnen Standorten. Mit Blick auf das Gesamtunternehmen fielen der Geschäftsführung und Personalleitung zwei abgefragte Bereiche mit Verbesserungspotenzial ins Auge. 

  • Die Zufriedenheit mit dem Aufgabenbereich liegt in der Gesamtwertung zwar sehr gut im Mittel, jedoch nicht die Teilfrage zur “angemessenen Beteiligung an Entscheidungen, die den eigenen Bereich betreffen”.

  • Außerdem hat sich die Note zur Zufriedenheit mit der interdisziplinären Zusammenarbeit (sog. Schnittstellenproblematik) leicht verschlechtert und ist unter den ZEQ-Durchschnitt gerutscht.

“Für alle Bereiche, in denen ein konkreter Handlungsbedarf festgestellt wurde, werden wir strukturierte und sukzessive umsetzbare Maßnahmen zur Optimierung ableiten”, erklärt Geschäftsführer Josef Mader, der sich ausdrücklich für die rege und offene Teilnahme der Beschäftigten bedankt.

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