Ohne gute Hygiene keine gute Medizin

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Alle 17 Teilnehmerinnen haben die Hygiene-Fortbildung erfolgreich bestanden, darüber freuen sich auch die beiden Hygienefachkräfte (v.l.) Florian Brandtner und Patricia Zückert, Pflegedienstleiter Roland Gibis, Leitende Hygienefachkraft Claudia Roth und Geschäftsführer Josef Mader.

28 Mitarbeiter der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen erhalten das Zertifikat zur hygienebeauftragten Pflegekraft und verstärken damit die Hygieneabteilung.  

Hygiene an Krankenhäusern ist wichtig. Denn: Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Medizin. An den Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen ist das Hygienemanagement daher ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung. Um die zentralen, hohen Hygienevorgaben des Unternehmens in den einzelnen Standorten und Abteilungen des Unternehmens sicherzustellen, wurden aktuell 28 Pflegekräfte der einzelnen Standorte eine Woche lang geschult. Eine Abschlussprüfung gab es am letzten Tag auch – die haben alle bestanden.

Multiplikatoren der Hygieneabteilung

Warum die hygienebeauftragten Pflegekräfte so wichtig sind, erklärt Hygienefachkraft Claudia Roth: „Das Arbeitsfeld der Hygieneabteilung ist sehr breit gefächert. Vom Keller bis zum Dach, von der Aufnahme bis zur Entlassung ist die Hygiene von Belang. Mit drei Vollzeitkräften ist das Hygiene-Team des Unternehmens sehr gut aufgestellt, um diese Aufgabe zu erfüllen. Da wir jedoch nicht überall sein können, bedarf es Multiplikatoren unseres Wissens. Diese wichtige Aufgabe übernehmen die hygienebeauftragten Pflegekräfte. Und weil den Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen die Umsetzung der Hygienevorgaben so wichtig ist, haben wir die 28 Personen auch eine ganze Woche lang geschult“ erklärt die Hygieneexpertin.

Warum ihr die Aufgabe als Hygienebeauftragte so wichtig ist, erklärt Andrea Werndl, Stationsleiterin der Intensivstation am Krankenhaus Vilshofen: „Deutschlandweit (und wahrscheinlich auch europaweit) gibt es immer wieder Meldungen von Hygieneskandalen und Defiziten, welche die Sicherheit von Patienten – aber auch Mitarbeitern und Angehörigen – gefährden oder diese verunsichern. Um diesem entgegenzuwirken sehe ich mich als Pflegekraft (speziell im Bereich Intensiv-/Anästhesieabteilung) in der Verantwortungspflicht des Interesses der Thematik Hygiene.“

Hygiene: Vielfältiger Aufgabenbereich

Der Aufgabenbereich der Abteilung Hygiene ist sehr vielfältig, es geht nicht nur darum, zu überprüfen, ob sich alle die Hände gewaschen haben, so Hygienefachkraft Claudia Roth. „Klassisch betreuen wir natürlich die Bereiche wie OP, Intensivstation, Stationen und Untersuchungsbereiche. Aber zu unseren Aufgabenbereichen gehören auch die Hauswirtschaft mit Reinigung, Wäsche und Bettenaufbereitung oder die Küche. Wir erstellen Standards und Arbeitsanweisungen in einem sogenannten Hygieneplan, nach denen das Personal arbeitet.“, so Claudia Roth. Zudem berät die Abteilung Hygiene bei Baumaßnahmen, der Aufbereitung von Medizinprodukten und vielem mehr, ergänzt sie. Daneben gehört zur hygienischen Qualitätssicherung die Routineüberprüfung von medizinischen Geräten, Geschirrspülmaschinen oder der Wasserqualität. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Schulung der Mitarbeiter. Hier geht es um neue Entwicklungen genauso wie um die Auffrischung von Basisthemen.

(Foto: F. Richter)