Kooperation mit Charité Berlin

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Präsentieren die einzelnen Bestandteile, die bei der Femurkopfspende eine Rolle spielen (v.r.): Die beiden Geschäftsführer Klaus Seitzinger und Josef Mader mit den sterilen Behältnissen, in denen das Gewebematerial an die Charité Berlin geschickt wird, daneben Chefarzt Dr. Hans-Otto Rieger mit einem künstlichen Hüftgelenk sowie Verwaltungsleiter Alexander Dötter und stv. OP-Leiter Felix Hopper mit dem aus der Spende gewonnenen Knochenersatzmaterial.

Krankenhaus Vilshofen kooperiert als bayernweit erste Klinik mit der Charité Berlin, um neue Form der Lebendknochenspende zu unterstützen.

Präsentieren die einzelnen Bestandteile, die bei der Femurkopfspende eine Rolle spielen (v.r.): Die beiden Geschäftsführer Klaus Seitzinger und Josef Mader mit den sterilen Behältnissen, in denen das Gewebematerial an die Charité Berlin geschickt wird, daneben Chefarzt Dr. Hans-Otto Rieger mit einem künstlichen Hüftgelenk sowie Verwaltungsleiter Alexander Dötter und stv. OP-Leiter Felix Hopper mit dem aus der Spende gewonnenen Knochenersatzmaterial.

Präsentieren die einzelnen Bestandteile, die bei der Femurkopfspende eine Rolle spielen (v.r.): Die beiden Geschäftsführer Klaus Seitzinger und Josef Mader mit den sterilen Behältnissen, in denen das Gewebematerial an die Charité Berlin geschickt wird, daneben Chefarzt Dr. Hans-Otto Rieger mit einem künstlichen Hüftgelenk sowie Verwaltungsleiter Alexander Dötter und stv. OP-Leiter Felix Hopper mit dem aus der Spende gewonnenen Knochenersatzmaterial.

Patienten, denen am Krankenhaus Vilshofen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wird, haben seit kurzem die Möglichkeit, ihren entnommenen und nicht mehr benötigten Hüftkopf an die Gewebebank der Charité Berlin zu spenden. Daraus kann nämlich natürliches Knochenersatzmaterial gewonnen werden.

Rund 400.000 künstliche Gelenke werden jährlich in Deutschland eingesetzt. Doch auch der Gelenkersatz verschleißt im Laufe der Zeit. Lockert sich ein Kunstgelenk, kommt es immer wieder zu Knochendefekten. Diese reduzieren die Lebensdauer der neuen Prothese deutlich.

Um diese Knochendefekte aufzufüllen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Die Eigenspende, die allerdings sehr begrenzt ist.
2. Kunstknochenersatz aus Gips, dieser ist aber nicht sehr hochwertig.
3. Ein Spenderknochen, der mit einem sehr aufwendigen Verfahren aus Hüftköpfen (Femurköpfe), die bei der Erstimplantation eines Gelenkersatzes anfallen, hergestellt wird (die sog. Femurkopfspende).

Seit März dieses Jahres hat das Krankenhaus Vilshofen die Zulassung zu dieser Femurkopfspende. Ausgesprochen wurde diese von der Regierung von Oberbayern. In naher Zukunft soll sich auch das Krankenhaus Rotthalmünster an dieser Kooperation mit der Charité Berlin beteiligen.

Wenn der Knochen entsprechend aufbereitet wird, eignet er sich ideal als Ersatzknochen.Chefarzt Dr. Rieger

Der beim Einsatz einer Hüftgelenktotalendoprothese ausgetauschte Hüftkopf des Patienten wird normalerweise entsorgt. “Wenn der Knochen jedoch entsprechend aufbereitet wird, eignet er sich ideal als Ersatzknochen für die Operation bei Prothesenwechseln mit knöchernem Defekt”, erklärt Dr. med. Hans-Otto Rieger, Chefarzt der Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Krankenhaus Vilshofen. Er ergänzt: “Auch in der Unfallchirurgie, z. B. bei Schienbeinkopfbrüchen oder anderen Eingriffen, bei denen Knochen ersetzt werden muss, können Knochenspenden zum Einsatz kommen.”

Schöner Nebeneffekt: Die Patienten werden damit zu Organspendern bzw. Knochenspendern ohne dadurch selbst irgendwelche Nachteile zu haben. Sie leisten aber einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität anderer Patienten.

So funktioniert’s

Ablauf der Knochengewebespende

Stimmt ein Patient grundsätzlich der Femurkopfspende im Rahmen seiner Gelenkersatz-OP am Krankenhaus Vilshofen zu, geht der aufnehmende Arzt mit ihm einen Fragebogen zur Ausschließung von Infektionskrankheiten durch. Denn ein Gewebetransplantat darf nur dann verwendet werden, wenn es sicher und von vorgeschriebener Qualität ist.

Im OP werden dem Patienten dann noch Blutproben entnommen, die zur Zentrifugation ins Labor gehen. Dabei wird das Blut in seine einzelnen Bestandteile aufgeteilt, sodass man das Blutserum herausfiltern kann, das zusammen mit dem entnommenen Knochenmaterial in die Charité Berlin geschickt wird. Bis zur Abholung wird alles in einem sterilen Behälter bei – 40 Grad Celsius gelagert.

Der Patient erhält nach der Entnahme sein künstliches Hüftgelenk und hat ganz nebenbei wichtiges Gewebematerial gespendet.

Zur Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin