Hilfe für Wirbelsäule und Bandscheiben

Landkreis Passau GesundheitseinrichtungenAllgemein, News, Startseite VOF

Zurück am Krankenhaus Vilshofen: Facharzt Doctor medic Zsolt Katona, seit August 2023 wieder in der Unfall­chirurgie, Orthopädie und Sportmedi­zin unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Hans­-Otto Rieger, beschäftigt sich aktu­ell intensiv mit der Versorgung von Ver­letzungen und Erkrankungen im Len­denwirbelsäulenbereich.

Ausbildung in der Unfallchirurgie und Orthopädie

“Um meine Kompetenzen weiter auszubauen, plane ich, mich bei der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zum Wirbelsäulenchirurgen fortzubilden”, so Dr. medic Zsolt Katona, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie.

Nach seinem Medizinstudium startete der gebürtige Rumäne 2012 als Assistenzarzt am Krankenhaus in Waldshut (Baden-Württemberg). Knapp vier Jahre später wechselte Dr. medic Zsolt Katona 2016 in die unfallchirurgische Hauptfachabteilung ans Krankenhaus Vilshofen, wo er im Februar 2020 seine Facharztanerkennung erwarb.

Anschließend verbrachte der wissbegierige Facharzt eine sehr lehrreiche Zeit in der Unfallchirurgie am Uniklinikum Regensburg, wo die Versorgung schwerer Wirbelsäulen­traumata auf der Tagesordnung stand.

Danach lernte Dr. medic Katona an der orthopädischen Fachklinik Schwarzach viel über die konservative Therapie mit Infiltrationen bei Bandscheibenvorfällen. Dabei werden unter Bildgebung spezielle entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente möglichst nah an die Stelle injiziert, die für die Schmerzen ursächlich ist, wie etwa ein Facettengelenk (Wirbelgelenk) oder eine einzelne Nervenwurzel (Wurzelblockade).

    Aktuelle fachliche Schwerpunkte

    Mit diesem umfangreichen Erfahrungsschatz kehrte Dr. medic Katona schließlich Mitte vergangenen Jahres ans Krankenhaus Vilshofen zurück. Dort versorgt der 37-Jährige zusammen mit dem Team der Unfallchirurgie auch weiterhin unfallbedingte sowie abnutzungsbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule, vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule. Neben traumatischen Ereignissen, wie einem Unfall oder Sturz, ist Osteoporose (Knochenschwund) die häufigste Ursache für Wirbelkörperbrüche bei älteren Menschen.

    Wirbelkörperfrakturen

    Osteoporotische Wirbelbrüche können durch Einspritzen von medizinischem Knochenzement über minimal­invasive Zugänge (sog. Stichinzision) stabilisiert werden.

    Bei traumatischen instabilen Frakturen muss der hintere Abschnitt der Wirbelsäule (Rückenseite) durch eine Schrauben-Stab-Konstruktion stabilisiert werden.


    Bandscheibenvorfälle

    Solange keine akute Indikation für eine Bandscheiben-OP vorliegt, wie bei einer Kompression des Rückenmarks oder hochgradigen Lähmung, werden erst alle Möglichkeiten zur konservati­ven Therapie ausgeschöpft. Dazu gehören neben einer individuell angepassten medikamentösen Schmerztherapie und Physiotherapie zum Muskelaufbau, je nach Beschwerden auch Infiltrationen zur Diagnostik und / oder Schmerzlinderung. Sollten die konservativen Verfahren langfristig nicht zum Erfolg führen, werden die Patienten mit Bandscheibenbeschwerden zur gezielten Weiterbehandlung an einen Neurochirurgen überstellt.