Wenn im Notfall jeder Handgriff sitzen muss

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Neue Reanimationspuppe für die Kliniken Rotthalmünster, Vilshofen und Wegscheid – Fördervereine unterstützen Anschaffung für medizinische Notfalltrainings

Eine Puppe von besonderem Wert erhalten die Landkreiskliniken von ihren Fördervereinen (v.r.): Dr. Andreas Weißmann (Ärztlicher Direktor), Alexander Dötter (Verwaltungsleiter Vilshofen/Wegscheid), Klaus Seitzinger und Josef Mader (Geschäftsführung), Prof. Dr. Timo Seyfried (Chefarzt Anästhesie), Martin Marek (Pflegedirektor), Josef Lamperstorfer (Fördervereinsvorsitzender Wegscheid), Josef Ederer (Verwaltungsleiter Rotthalmünster), Bürgermeister Florian Gams (Fördervereinsvorsitzender Vilshofen), Josef Kovarik (Fördervereinsmitglied), Franz Schönmoser (Fördervereinsvorsitzender Rotthalmünster) und Ralf Schmid (Schatzmeister Förderverein Vilshofen).

Wenn bei einem Patienten plötzlich das Herz stehen bleibt, muss jeder Handgriff sitzen. Genau für solche Notfallsituationen trainieren Ärzte und Pflegekräfte der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen regelmäßig, um ihr Wissen auf dem aktuellsten Stand zu halten. Für diese Trainings haben die Fördervereine der drei Kliniken Rotthalmünster, Vilshofen und Wegscheid eine neue, hochtechnisierte Reanimationspuppe finanziert.

Die Puppe ermöglicht das Training sehr unterschiedlicher medizinischer Notfallszenarien.Dr. med. Andreas Weißmann, Ärztlicher Direktor / Anästhesist
Zum Einsatz kommt das neue Trainingsmodell vor allem bei den sogenannten ALS-Schulungen (Advanced Life Support). Diese richten sich insbesondere an Mitarbeitende aus Bereichen, die mit schweren medizinischen Notfällen konfrontiert sind – etwa Anästhesie, Intensivmedizin und Zentrale Notaufnahme.

Realitätsnahes Training für den Ernstfall

“An der Puppe können beispielsweise verschiedenste Herzrhythmusstörungen oder auch für einen Herzinfarkt typische EKG-Veränderungen simuliert werden. Gleichzeitig lassen sich die notwendigen Maßnahmen zur Versorgung lebensbedrohlicher Notfälle unter realitätsnahen Bedingungen trainieren, wie die elektrische Behandlung gefährlicher Rhythmusstörungen, der Einsatz eines externen Herzschrittmachers, die Punktion von Blutgefäßen, die Gabe von Notfallmedikamenten oder die künstliche Beatmung“, so Ärztlicher Direktor und Anästhesist Dr. med. Andreas Weißmann.

Die neue Puppe im Praxistest auf der Intensivstation/IMC am Krankenhaus Rotthalmünster: Leitender Arzt, Dr. Franz Schwimmbeck (v.l.) mit Pflegefachkraft Julia Höldobler, Assistenzarzt Shokhboz Urolov und pflegerischer Stationsleitung Ramona Esprester.

Sein Kollege Prof. Dr. med. habil. Timo Seyfried, geschäftsführender Chefarzt der Anästhesie und operativen Intensivmedizin, ergänzt: “Eine Reanimation ist eine Ausnahmesituation. Umso wichtiger ist es, die Abläufe immer wieder zu üben, damit sie im Ernstfall sicher beherrscht werden.” Neben den medizinischen Maßnahmen spielt auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle. “Im Notfall arbeiten Ärzte und Pflegekräfte Hand in Hand. Neben den einzelnen Handgriffen müssen deshalb auch Kommunikation und Aufgabenverteilung unter Zeitdruck im Team funktionieren”, sagt Pflegedirektor Martin Marek.

Unterstützung durch Fördervereine

Die Fördervereine haben die Kosten für die rund 10.000 Euro teure Reanimationspuppe gemeinsam übernommen. “Uns war wichtig, etwas zu unterstützen, das direkt in der täglichen Arbeit der Kliniken ankommt”, erklären die Vereinsvorsitzenden: Vilshofens 1. Bürgermeister Florian Gams, Altbürgermeister von Rotthalmünster Franz Schönmoser sowie Wegscheids Altbürgermeister Josef Lamperstorfer. “Von einer guten Ausbildung und regelmäßigem Training profitieren am Ende vor allem die Patienten”, sind sie überzeugt.

Engagement auf vielfältige Weise

“Unsere Fördervereine begleiten die Kliniken seit vielen Jahren, für dieses Engagement und die erneute großzügige Spende sind wir sehr dankbar”, betont Geschäftsführer Klaus Seitzinger. Wie vielfältig die Unterstützung der Fördervereine ausfällt, zeigte sich erst vor wenigen Wochen während der Hitzewelle: Da spendierten sie den Mitarbeitern an allen Klinikstandorten insgesamt mehr als 1.400 Wassereis als kleine Abkühlung zwischendurch.

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