Weit mehr als ein gelungener Eingriff

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Wie eine ambulante Hand-OP im Krankenhaus Vilshofen für MS-Patientin Tatjana Brand zur persönlichen Wow-Erfahrung wurde

Gute Stimmung herrschte auch beim Pflasterwechsel: Chirurg Dr. med. Martin Kleimann mit Patientin Tatjana Brand.

Eigentlich wollte Tatjana Brand keine Operation. Doch das Ganglion an ihrer rechten Hand machte ihr den Alltag zunehmend schwer. Sie lebt seit 2008 mit einer fortschreitenden Form der Multiplen Sklerose (MS). Immer wenn die 56-Jährige aus Tiefenbach an ihren Rollator griff, stieß sie dagegen. “Das hat sich wie ein Stromschlag angefühlt”, erinnert sie sich. Schließlich entschied sie sich für einen Eingriff im Krankenhaus Vilshofen. 

Besser hätte der OP-Tag nicht laufen können, fachlich wie menschlich.Patientin Tatjana Brand
Die Krankheit hat Tatjana Brands Leben grundlegend verändert. Ohne Rollator kann die ehemalige PaWo-Redakteurin nicht mehr gehen, ihr rechtes Bein ist nahezu gelähmt, hinzu kommen Gleichgewichtsstörungen. Klinikaufenthalte und Operationen sind ihr nur allzu vertraut.

Im Krankenhaus Vilshofen war die gebürtige Passauerin zum ersten Mal. Eher zufällig wurde sie über das FAZ Hauzenberg auf Dr. Martin Kleimann aufmerksam. Der leitende Arzt der Handchirurgie am Krankenhaus Vilshofen bietet dort auch Sprechstunden an. Gemeinsam entschieden sie sich für die ambulante Entfernung des Ganglions in der Vilshofener Klinik.

Ganglien, im Volksmund auch Überbeine, sind gutartige Ausstülpungen der Gelenk- oder Sehnenscheiden und müssen nicht immer operiert werden. Befinden sie sich jedoch an einer Stelle, die im Alltag stark beansprucht wird und Beschwerden verursacht, ist eine operative Entfernung die beste Lösung”, erklärt Chirurg Dr. Kleimann.

Kurz vor der Operation entschied sich Tatjana Brand beim Aufklärungsgespräch sogar noch für eine Vollnarkose statt einer Regionalanästhesie. Der Grund war ihre MS-Erkrankung: Mit einem mehrere Stunden betäubten Arm hätte sie ihren Rollator nicht nutzen können. “Mir wurde alles verständlich erklärt und ich fühlte mich sehr gut beraten”, sagt sie.

Menschlichkeit und Humor

Das nimmt einem als Patient die Anspannung und Angst vor dem Eingriff.Tatjana Brand
Der Eingriff selbst verlief erfolgreich. Unmittelbar nach der OP war sie bereits schmerzfrei. Was die Patientin mindestens genauso beeindruckte, war die angenehme Atmosphäre im Vilshofener Krankenhaus. “Es hat einfach so schön gemenschelt”, sagt sie und lächelt. Sie erinnert sich vor allem an den Aufwachraum: “Die Mitarbeiterin dort war unglaublich gut gelaunt und hat Musik eingeschaltet”. Es liefen 80er – genau ihr Geschmack. “Auch im OP-Saal waren alle supernett, empathisch und haben trotzdem hochprofessionell gearbeitet. Man hat gemerkt, dass die Menschen ihren Beruf gerne machen”, beschreibt Tatjana Brand.

Gerne wieder nach Vilshofen

Eine kleine Narbe, die Tatjana Brand positiv in Erinnerung bleiben wird.

Gerade weil sie aufgrund ihrer Erkrankung viele Krankenhäuser kennengelernt habe, wisse sie diese positive Erfahrung besonders zu schätzen. “Natürlich bin ich bei meiner MS-Erkrankung auf die Behandlung in spezialisierten Fachkliniken angewiesen”, so die 56-Jährige. Aber wenn wieder einmal ein geplanter Eingriff anstehe, komme sie sehr gerne wieder nach Vilshofen. Rückblickend ist Tatjana Brand überzeugt: Hätte sie Dr. Kleimann früher gekannt, wäre ihr Mann wohl mit seinem gebrochenen Finger auch zu ihm gegangen.

Lob an die Mitarbeitenden

Den Mitarbeitenden möchte sie eines mitgeben: “Ihr macht einen tollen Job. Ihr macht alles richtig. Und mit Humor ist einfach alles besser.” Für Tatjana Brand war die ambulante Operation deshalb in jeder Hinsicht ein Erfolg. Medizinisch, weil der Eingriff komplikationslos verlief und ihre Hand bis heute schmerzfrei ist. Menschlich, weil sie in Vilshofen etwas erlebt hat, das ihr nach zahlreichen Klinikaufenthalten besonders in Erinnerung bleiben wird: Freundlichkeit, Humor und Menschen, die ihren Beruf mit Herz ausüben.

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