Psychosomatische Therapie – Konzept

Das Therapiekonzept unserer Psychosomatischen Klinik beinhaltet Elemente aus der Psychotherapie, Verhaltenstherapie als auch der Tiefenpsychologie, ergänzt durch ein multimodales Behandlungsprogramm. Dabei legen wir großen Wert auf die gut aufeinander abgestimmte Behandlung im interdisziplinären Team: Dazu gehören Ärzte, psychologische Psychotherapeuten, Kunst-, Bewegungs- und Körpertherapeuten, Sozialpädagogen und Pflegekräfte.

Unsere therapeutische Arbeit besteht darin, die Ursachen für die psychischen und körperlichen Krisen und der psychosomatischen Erkrankungen gemeinsam mit den Patienten kennenzulernen und zu behandeln. Die Behandlung beinhaltet:

Eine Behandlung in unserer Klinik ist nicht möglich bei:

  • akuten Krisen, die eine rasche psychiatrische Betreuung benötigen (z.B. Suizidalität oder Fremdgefährdung),
  • Erkrankungen mit psychotischem Erleben (z.B. aus dem schizophrenen Formenkreis oder bipolare Störungen),
  • wenn eine Suchterkrankung im Vordergrund steht,
  • noch nicht erreichter Volljährigkeit,
  • gerontopsychiatrischen Erkrankungen (z.B. Demenz).
  • Pflegebedürftige Patienten (Eigenversorgung muss gewährleistet sein)
  • Eine Aufnahme von Patienten älter als 60 Jahre muss im Einzelfall mit den behandelnden Ärzten besprochen werden.
Gruppentherapie ist ein zentraler Bestandteil bei der Behandlung. Die Patienten machen die Erfahrung, dass andere Menschen an ähnlichen Problemen leiden wie sie selbst, was die persönliche Annahmefähigkeit stärkt. Auch werden einige der Gruppenmitglieder schon mehr Erfahrung in der Bewältigung (z.B. von Angst, etc.) haben, wodurch Patienten von Mitpatienten lernen können. Gemeinsam wählt die Gruppe jeweils ein Thema aus, an dem gearbeitet wird.
Die Einzeltherapiesitzungen bieten einen vertrauensvollen Rahmen, in dem mit dem Therapeuten Beschwerden und Probleme individuell besprochen werden können. Dabei finden die aktuelle Lebenssituation, Persönlichkeitsmerkmale und Lebensgeschichte Beachtung. So wird ein besseres Verständnis des Krankheitsbildes erlangt und gemeinsam mit dem Therapeuten werden neue Lösungswege und Bewältigungsstrategien erarbeitet.
Wir alle leben in Beziehungen mit einem mehr oder weniger funktionierenden sozialen Umfeld. Welchen Einfluss die Beziehungs- und Familiensituation, die Arbeitsstelle oder der Freundeskreis auf das eigene Wohlbefinden haben, kann in Einzelgesprächen geklärt werden. In der sozialpädagogischen Beratung können auch ungeklärte Existenzfragen (z.B. Hilfe zur Berufsfindung oder beruflicher Wiedereinstieg) besprochen werden.
Unsere Pflegekräfte haben co-therapeutische Aufgaben. Im Rahmen der Bezugspflegekraft können Sie Ihre aktuelle Lebenssituation besprechen und bekommen Hilfestellung bei der Bewältigung der Probleme im Alltag.
Diese ermöglicht die Entdeckung eigener Stärken und den Zugang zu inneren Bildern, die auf anderem Wege schwer zu erreichen sind. Gefühle werden durch das kreative Tun wahrnehmbar. Beim anschließenden Betrachten und Besprechen können ein anderer Abstand und Blickwinkel eingenommen werden. Künstlerische Fähigkeiten sind dafür nicht erforderlich.
Die Bewegungs- und Tanztherapie unterstützt den Patienten, seinen Körper in Verbindung mit der Seele und dem Verstand wahrzunehmen. Wenn wir über den Körper in Bewegung gehen, verändert sich unsere Möglichkeit zu spüren und zu erleben. Bewegungs- und Tanztherapie bietet den Patienten die Möglichkeit, durch achtsame Körperwahrnehmung und erweiterte Bewegungsmuster, sich selbst ganz wahrzunehmen und diese „neuen“ Anteile in sein Erleben zu integrieren. Die Fähigkeit, das eigene Leben erfüllter, entspannter und vielfältiger zu gestalten, ist Ziel der Bewegungs- und Tanztherapie. In Einzel- oder in Gruppenarbeiten beziehen wir dabei Musik, Materialien (Igelbälle, Tücher u.ä) und in der Bewegungstherapie (Nordic Walking) auch die Natur mit ein.
Stress wird von jedem Menschen anders erlebt. Dies liegt an der individuellen Bewertung von äußeren Anforderungen, dem persönlichen Verhaltensrepertoire für den Umgang mit Stresssituationen und den individuellen Ansprüchen an sich und die Umwelt. Stressmanagement ist ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung von Angsterkrankungen, Depressionen, Burnout und Zwangsstörungen. Sie lernen Stressfaktoren zu identifizieren und einen gesunden Umgang damit zu finden.
Das Soziale Kompetenztraining bietet die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen unter Anleitung soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen und zu üben.
Die progressive Muskelrelaxation (nach Jacobson) ist ein einfach zu erlernendes Entspannungsverfahren, das Sie aktiv im Alltag einsetzen können. Es dient der Verringerung von Angst, Anspannung und Schmerzwahrnehmung, der Verbesserung der Erholungsfähigkeit, des Schlafes, der Durchblutung und der Muskelleistung sowie der Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung.
Achtsamkeit bedeutet, Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen und unangenehme Gefühlszustände bewusst zu akzeptieren sowie eine absichtslose, nicht bewertende Haltung gegenüber dem gegenwärtigen Geschehen einzunehmen.
In einer Zeit, die voller Herausforderungen, Zeitdruck und hohen Leistungsanforderungen ist, fällt es oft schwer, die positiven Seiten des Lebens wahrzunehmen. Ziel des Genusstrainings ist es, wieder genießen zu lernen. Dies bedeutet auch Selbstfürsorge, gut zu sich selbst zu sein, sich selbst fürsorglich an die Hand zu nehmen.
Die Wirksamkeit beruht auf der Kombination von Gehen und Sprechen. Die körperliche Bewegung in der Natur setzt einen anderen Schwerpunkt im Vergleich zu einem Gespräch in der Praxis oder im

Unser Leistungsspektrum umfasst die Behandlung von…